Erster E-Bus in Hessen fährt durch Fulda

RhönEnergie Fulda lud zur Jungfernfahrt

Ein Meilenstein im öffentlichen Personennahverkehr: Die RhönEnergie Fulda stellt den ersten Elektro-Bus Hessens in Dienst. Mit prominenten Gästen, darunter Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, absolvierte der hochmoderne Gelenkbus der RhönEnergie Bus GmbH seine Jungfernfahrt auf der Linie 6 vom Busbahnhof Stadtschloss zur Hochschule Fulda.

Im Zuge der Diesel-Debatte ist die Luftqualität der Innenstädte verstärkt in den Blickpunkt gerückt. Der ÖPNV soll nach dem Willen der Politik mittelfristig zunehmend elektrifiziert werden. Die RhönEnergie Fulda hat hier frühzeitig gehandelt. Unterstützt durch eine Förderung des hessischen Wirtschaftsministeriums gab die RhönEnergie Bus GmbH im letzten Sommer einen elektrischen Gelenkbus in Auftrag. Da solche Fahrzeuge noch nicht serienmäßig am Markt verfügbar sind, wurde der E-Bus für Fulda als Sonderanfertigung gebaut.

Dass sich das Warten gelohnt hat, erlebten jetzt mehrere Dutzend geladene Gäste, die genau auf jener Strecke gemeinsam eine Jungfernfahrt unternahmen, die der Bus fortan bedienen soll: Die Linie 6 aus der Innenstadt zur Hochschule Fulda. Es ist die am stärksten frequentierte Route der Verkehrsbetriebe der RhönEnergie Fulda-Gruppe.

„Als zukunftsgerichteter Energieversorger stehen wir dem Thema Elektromobilität sehr offen gegenüber – nicht nur, indem wir Lade-Infrastruktur aufbauen, sondern nun auch wegbereitend im ÖPNV“, betonte Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Fulda GmbH. „Als das Land Hessen 2017 die Möglichkeit einer Förderung anbot, haben wir das sofort als Chance erkannt. Denn ein E-Bus ist etwa doppelt so teuer wie ein herkömmlicher Dieselbus. Wir danken Staatsminister Al-Wazir als Vertreter der Landesregierung für die Unterstützung. Es freut uns, dass er bei der heutigen Jungfernfahrt persönlich dabei ist.“

Antrieb ohne Emissionen – ein Beitrag zur Luftreinhaltung
„Die Energiewende beim Strom läuft, nun müssen wir auch die Verkehrswende anpacken“, sagte Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir. „Hessen hat den Anspruch, Vorreiter auf dem Weg in die gleichzeitig klimagerechte und leistungsfähige Mobilität der Zukunft zu sein. Unter anderem haben wir als erstes Bundesland ein Förderprogramm für Elektrobusse aufgelegt, für das wir jährlich 5 Mio. Euro bereitstellen. E-Busse sind gut für die Luftqualität und – wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen kommt – auch gut fürs Klima.“ Der Minister dankte der RhönEnergie Fulda für ihr Engagement. „Wir brauchen solche Projekte. Ich bin sicher, dass andere Kommunen sehr aufmerksam beobachten werden, wie sich das Fahrzeug im Alltagseinsatz bewährt.“ Das Land beteiligt sich mit 228.000 Euro an den Anschaffungskosten.
Dass die Teilnehmer der Jungfernfahrt mit einem Fahrzeug unterwegs sein würden, welches man in jeder Hinsicht als state of the art bezeichnen kann, erläuterte vor der Abfahrt Thomas Lang, Geschäftsführer der RhönEnergie Verkehrsbetriebe. Das mit Antriebsbatterien aus Lithium-Eisenphosphat-Zellen ausgestattete Fahrzeug hat einen hohen elektrischen Wirkungsgrad, verfügt über 110 Plätze (davon 44 Sitzplätze) und kommt auf eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern – mehr als genug für innerstädtische Kurzstrecken. Der „vollbatterieelektrische“ Bus des Herstellers Sileo (Salzgitter) fährt mit 100 Prozent Ökostrom.

In knapp zehn Minuten wurden die Gäste nahezu geräuschlos vom Busbahnhof Stadtschloss zur Hochschule befördert – zur Feier des Tages direkt bis zum modernen Ensemble Bibliothek/Mensa/Student Service Center, das mit einem Architekturpreis ausgezeichnet worden ist. In einem Hörsaal fand hier der zweite Teil der Veranstaltung statt.

„Ein denkwürdiger Tag“
Als Hausherr begrüßte Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar die Gäste. Er hob hervor, dass die Hochschule Fulda die Elektromobilität bereits in unterschiedlicher Weise in Forschung und Lehre zum Thema gemacht habe: „Für die Hochschule ist der neue E-Bus in mehrerer Hinsicht ein großer Gewinn. Er verbessert die unmittelbare Verbindung zwischen Stadtmitte und Campus. Darüber hinaus setzt er ein Zeichen für innovative und umweltfreundliche Mobilitätskonzepte. Schließlich begleitet die Hochschule das Projekt E-Bus der RhönEnergie Fulda über ein Forschungsprojekt und nutzt die gewonnenen Erkenntnisse in der Lehre.“
Als Vertreter der späteren Hauptnutzer des umweltschonenden Busses nahmen auch einige Studierende an der Feier teil. Viele andere bestaunten das futuristisch gestylte Fahrzeug vor dem Gebäude. An der Hochschule Fulda studieren derzeit rund 9.000 Studierende in einem der über 60 Studiengänge.

Als großen Tag für die Stadt bezeichnete auch Fuldas Bürgermeister Dag Wehner das Pilotprojekt zur Elektrifizierung des ÖPNV in der Stadtregion: „Dass der hessenweit erste E-Bus in Fulda eingesetzt wird, freut uns sehr. Wir danken der RhönEnergie Fulda für ihre Initiative und dem Wirtschaftsministerium für die Förderung. Aus unserer Sicht passt es sehr gut, dass die RhönEnergie Fulda mit diesem Bus zwischen dem Stadtschloss und der Hochschule verkehrt. Denn sowohl die Stadt als auch unser Energieversorger und unsere Hochschule sind innovationsfreudig und entwickeln sich dynamisch. Die Stadt als Ganzes profitiert davon. Ein stimmiges Konzept und ein denkwürdiger Tag.“

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